NICHT WEGSCHAUEN
DER DEUTSCHE KINDERVEREIN KÄMPFT GEGEN KINDESMISSHANDLUNG
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Einhundertdreiundfünfzig Kinder sind im Jahr 2013 in Deutschland an den Folgen von Misshandlung gestorben. Immer mehr Kinder in Deutschland leben ein Leben voller Misshandlungen. Täglich gibt es 40 Fälle von Missbrauch. Sie werden geschlagen, getreten, gequält und fast jeden zweiten Tag stirbt eines von ihnen – mitten unter uns. Seit der Gründung im Jahr 2012 setzt sich der Deutsche Kinderverein mit Sitz in Essen für die Rechte der Kinder ein.

Schwerpunkt seiner Arbeit bildet Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention, der sich zu Gewaltanwendung, Misshandlung und Vernachlässigung äußert. Misshandlung an Kindern darf nicht tabuisiert, ignoriert oder gar bagatellisiert werden, weder von der Politik und Justiz, noch von den Jugendämtern und schon gar nicht von uns, der Gesellschaft. Mit TV- und Radiospots, Kampagnen und Veranstaltungsreihen will der Deutsche Kinderverein die breite Öffentlichkeit für das Thema Kindesmisshandlung sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür schaffen.

Ziel ist es einen Beitrag dafür zu leisten, dass immer weniger Kinder aus diesen Gründen leiden müssen. Auch wenn man einen hundertprozentigen Schutz von Kindern vor Misshandlung in 
unserer Gesellschaft leider niemals 
gewährleisten kann, darf man nicht aufhören, die interdisziplinäre Bearbeitung des Themas Kinderschutz weiter voranzutreiben und über Auswege aus der derzeitigen Dilemma zu diskutieren und diese – wenn sie denn 
erfolgsversprechend sind – auch praktisch umzusetzen.

Diesen Ansatz verfolgt das Dialogbild; es zeigt die IST-Welt auf und stellt sie der SOLL-Welt gegenüber, und bietet somit eine ideale Möglichkeit das Thema Kindesmisshandlung visuell nachhaltig zu erklären.

"Deutschland misshandelt seine Kinder"

Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Das Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Sozialarbeiter und Ärzte schreiten auch bei erkennbaren Misshandlungsfällen oft nicht ein. Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die Angeklagten frei.

Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat schildern die dramatischen Gewalterfahrungen von Kindern in ihren Familien. Sie fordern beherztes Einschreiten gegen Kindesmisshandler und unterbreiten Vorschläge, wie das Kinder- und Jugendschutzsystem verbessert werden kann.

Rainer Rettinger
Geschäftsführer Deutscher Kinderverein

„Für uns ist das Dialogbild eine absolute Bereicherung im Mix unserer Kommunikationsmaßnahmen. Es ist so eindeutig, fast schon selbsterklärend und zeigt unter anderem auch deutlich auf, wie man vom reaktiven Kinderschutz zu präventiven Maßnahmen kommt.  Ein solches Bild vergisst unser Gesprächspartner nicht und beschäftigt ihn nachhaltig. Vor allem aber können wir Spendern und Sponsoren darstellen, wie sie sich engagieren können.“

Armin Rohde
Schauspieler

Seit der Gründung des Deutschen Kindervereins ist Armin Rohde ein aktiver Botschafter und unterstützt mit seinem Engagement die Ziele des Vereins. Dass Armin Rohde nah an Kinderthemen dran ist, hat er in zahlreichen Kinder- und Jugendfilmen wie der Sams-Reihe, „Fünf Freunde“ oder dem Räuber Hotzenplotz bewiesen.

Prof. Dr. Michael Tsokos
Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Charité, Universitätsmedizin Berlin, Ärztlicher Leiter der Berliner Gewaltschutzambulanz

Mit Prof. Dr. Tsokos als Botschafter baut der Deutsche Kinderverein sein deutschlandweites Netzwerk weiter aus. Michael Tsokos ist Herausgeber rechtsmedizinischer Fachzeitschriften und Autor mehrerer Fachbücher und populärwissenschaftlicher Sachbücher, die allesamt Bestseller waren. Der Vater von fünf Kindern appelliert an seine Kollegen, vor dem Thema Misshandlung von Kindern nicht die Augen zu verschließen.

EINZELNE SZENEN UND IHRE BEDEUTUNG

Überforderte Jugendämter

Oft sind die Mitarbeiter des Jugendamts überfordert und unterbezahlt. Der Traum, als kühner Ritter die Kinder zu retten, kann kaum noch gelebt werden. Somit wird aus dem kühnen Ritter schnell ein überforderter Ritter mit klapprigem Gaul und rostigem Schwert.

Kinderrechte gehören ins Grundgesetz

Dass Kinder eine eigenständige Würde und Persönlichkeit besitzen, ist nicht vollständig in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen zur Kenntnis genommen worden. Existenz und Inhalte der UN-Kinderrechtskonvention sind bisweilen selbst einschlägigen staatlichen Stellen nicht im Detail bekannt.

Kultur des Handelns

Gewalt ist ein Phänomen, das sich durch alle Gesellschaftsschichten, Religionen und Kulturen zieht. Wir alle dürfen deshalb unsere Augen nicht verschließen, sondern brauchen eine Kultur des Hinschauens, vor allem aber des Handelns.

Adoption 40+

Es ist an der Zeit, die Altersgrenze für adoptionswillige Paare anzuheben. Die jetzige Regelung geht vollkommen an der Realität vorbei.