Dessen Folgen sind nämlich dramatisch: Jeder Schultag wird zur Hölle, Fotos, Videos und Kommentare sind aus dem Internet nicht mehr zu löschen, Opfer leiden bis hin zu Suizidvorfällen. In enger Zusammenarbeit mit der Rechtsanwältin Gesa Stückmann hat erneut die Agentur Dialogbild ehrenamtlich die grafische Gestaltung übernommen, zudem ist ein begleitender Internetauftritt geplant.
„Kinder sollen die digitale Welt mit Neugier entdecken und lernen, dabei auf sich und andere zu achten“, ist das Anliegen von Gesa Stückmann, die Webinare zum Thema für Schüler*innen und Lehrer*innen anbietet. Im Dialogbild sind diverse Tatbestände und strafrechtliche Folgen ebenso aufgeführt wie praktische Hinweise, wie Opfer und deren Eltern reagieren sollten.
Das Dialogbild stellt den Täter in den Vordergrund, der anonym und ohne seinen Opfern ins Gesicht schauen zu müssen, agiert. Die zahlreichen Facetten des Cybermobbings von der Verbreitung persönlicher Informationen und Fotos, Erstellung von Fake-Profilen in sozialen Medien bis hin zu Beleidigungen, Beschimpfungen, Verleumdungen und Nötigungen werden erklärt.
Diese Version des Bildes wude noch einmal speziell für das Land Kärnten nach deren Wünschen angepasst.
EINIGE BEISPIELSZENEN
Wenn Toni ohne die Erlaubnis Bilder von anderen teilt, ist das strafbar. Das betrifft auch das Erstellen, Versenden und Teilen von Stickern anderer Personen.
Toni setzt Ex nach der Trennung mit den Nacktbildern unter Druck. Das nennt man Nötigung und ist strafbar.
Toni legt ein Fake-Profil einer anderen Person an und postet es öffentlich. Das Opfer kann Anzeige erstatten und Schmerzensgeld verlangen.
Toni erstellt ein Deepfake einer anderen Person und verbreitet dieses. Toni macht sich damit der Verleumdung und Verhetzung strafbar.
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